Zum Inhalt springen
Rote ErdeRassetaubenzuchtverein e.V., Sitz Unna, gegründet 1952

Berichte

Unterwegs in Sachen Rassetauben

Juni 2018, Vereinsleben

Es war wieder so weit, der Jahresbesuch bei meinem Taubenfreund Karlheinz Sollfrank war terminiert und durchgeplant. Natürlich stand sein Deutsches Taubenmuseum und die dortigen Neuzugänge im Mittelpunkt meiner Reise. In diesem Jahr hatten wir aber dazu noch einige Züchterbesuche eingeplant. Es ging um Zuchtfreunde, die ich/wir schon länger nicht mehr gesehen hatten. Und zu guter Letzt wollte ich noch einige Stellerkröpfer-Züchter besuchen und von ihren Erfahrungen in meiner Stellerkröpferzucht partizipieren. Es ging dabei insbesondere um die Farbenschläge Weiß und Weiß mit roter und gelber Schnippe, die ich züchten möchte. Zwei Übernachtungen waren dazu in Nürnberg bei der „Ersten Adresse“ für Taubenzüchter, im Hotel Blödel, gebucht.

Der erste Tag

Am ersten Tag traf ich dann um 13 Uhr beim Zuchtfreund Sollfrank ein, schnell eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen und dann weiter in Richtung Osten in die Oberpfalz nach Arzberg zum Zuchtfreund Harald Walther. Hier wurden wir schon von Harald und seinem Zuchtfreund Siegfried Winter aus Thiersheim erwartet.

Bei Kaffee und Kuchen ging es natürlich um Steller und Altenburger TT, die Harald erfolgreich züchtet. Nach einer Besichtigung der neuen Zuchtanlage und ausführlichen Besprechung der Farbenschläge Weiß und Schwarzgeganselt gingen wir zu seinem Nachbarn Siegfried Winter und schauten uns dessen mit technischen Highlights bestückte Zuchtanlage an, besetzt mit Deutschen Schautipplern und Modenesern.

Der Zuchtfreund Walther fuhr dann mit uns nach Altenstadt/WN zu Alexander Blaschke, dem Stellerspezi in Rot und Rot mit weißen Binden. Hier sahen wir die ganze Mannschaft, wie sie sich im Freiflug und beim „Weidegang“ auf der Wiese wohlfühlte.

Der zweite Tag

Am Tag zwei fuhren wir zunächst nach Rosenheim zu einem Restaurator und holten dort einige Bilder ab, die Karlheinz zur Überarbeitung dort hingegeben hatte.

Von da ging es nach Überacker zum Zuchtfreund Johann Froschmeier. In seiner Nachbarschaft wohnt der Zuchtfreund Udo Grossek und jetzt, nach seiner Rückkehr aus Griechenland, auch der Zuchtfreund Christian Reichenbach. Christian kam dann auch zu Johann; nach der Auffrischung vieler gemeinsamer Erlebnisse besichtigten wir gemeinsam Johanns Zuchtanlage. Er begann seine Führung natürlich bei den Liller Kröpfern, weiter ging es mit Flugtauben und schildigen Brieftauben, dann folgte eine Voliere, in der sich ein Pfauenhahn mit seinen drei Hennen befand. Den „tierischen“ Abschluss bildeten einige Fasanenvolieren. Es war schon beeindruckend, wie vielfältig Johann sein Hobby lebt! Alle Tiere in sehr gepflegter Unterbringung und umgeben von Rosen in allen Farben und Wuchsformen.

Mit ihm fuhren wir dann zum Zuchtfreund Grossek. Hier erwartete uns die ganze Familie, mit Udo strahlend in der Mitte. Udo, den Kropftaubenspezi, hat es gesundheitlich arg erwischt. Aber seine Englischen Kröpfer hat er immer noch in der Zuchtanlage. Zu seiner Freude fährt die Familie ihn täglich dort hin. Der Besuch bei unseren „Senioren“, ein Wiedersehen nach langer Zeit, war ein sehr schönes, fast berührendes Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Das letzte Ziel am zweiten Tag war der Zuchtfreund Ignatz Münzhuber in Manching. Hier trafen wir erst um 18.30 Uhr ein. Der aufmerksame VDT-Schau-Besucher wird sich erinnern: Ignatz’ gelbgeschnippte Stellertäubin wurde „Best in Show“ auf der VDT-Schau 2014 in Ulm. Diese Täubin hat bei mir das Interesse an den Steller Kröpfern geweckt. Deswegen war der Besuch bei Ignatz, wenn ich schon so nah dran bin, unausweichlich.

Auch er hält seine Steller im Freiflug, die Tauben sind von der Straße aus sichtbar, eine Werbung für unser Hobby. Ignatz züchtet nur Weiß und Weiß mit gelber Schnippe. Eine hochkarätige Steller-Zucht mit bestem Wesen. Lange fachsimpelten wir über das besondere Zeichnungsbild, dabei gab er uns einen offenen Einblick in seine Zuchtstrategie. Als Erinnerung an unseren Besuch bekam ich von Ignatz noch zwei Gelbgeschnippte mit nach Hause.

Es war schon dunkel, als wir aus Manching in Richtung Nürnberg aufbrachen. Es waren zwei sehr schöne Tage, für die ich mich bei meinem „Beifahrer und Reiseleiter“ Karlheinz und bei allen Gastgebern noch einmal recht herzlich bedanke.

Harald Köhnemann

Fotos: Johann Froschmeier und Harald Köhnemann

  • Gruppenfoto von vier Zuchtfreunden
    Der Besuch muss mit dem Gruppenfoto festgehalten werden: Siegfried Winter, Karlheinz Sollfrank, Harald Walther und Harald Köhnemann (v. l. n. r.)
  • Harald Walther zeigt seine neue Schlaganlage
    Zfrd. Harald Walther erläutert uns seine neue Schlaganlage
  • Harald Walther zeigt seine neue Schlaganlage
    Zfrd. Harald Walther erläutert uns seine neue Schlaganlage
  • Selfie zweier Züchter, im Hintergrund weiße Steller Kröpfer
    Jetzt Pflicht, ein Selfie von Harald und Harald mit weißen Steller Kröpfern im Hintergrund
  • Steller Kröpfer bei der ersten Brut
    Die erste Brut legt sich schon ins Zeug
  • Junge Steller Kröpfer, schwarz geganselt
    Vielversprechender Nachwuchs, auch in Schwarz geganselt
  • Drei Züchter, der mittlere hält ein rotgeschnipptes Jungtier
    Strahlende Gesichter, besonders bei dem Harald in der Mitte, er durfte ein rotgeschnipptes Jungtier mit nach Hause nehmen
  • Rote und rotweißbindige Steller Kröpfer im Freiflug
    Rot- und rotweißbindig in hoher Qualität und im Freiflug beim Zfrd. Blaschke in Altenstadt/WN
  • Rote und rotweißbindige Steller Kröpfer auf der Wiese
    Rot- und rotweißbindig in hoher Qualität und im Freiflug beim Zfrd. Blaschke in Altenstadt/WN
  • Gruppenfoto der Zuchtfreunde in Überacker
    Ein Foto, das uns in Erinnerung bleiben wird
  • Zuchtfreunde in gemütlicher Runde am Tisch
    In gemütlicher Runde die Vergangenheit aufarbeiten, das bringt zufriedene Gesichter
  • Drei Zuchtfreunde sitzen im Schatten
    Ein schattiges Plätzchen für Johann Froschmeier, Christian Reichenbach und Karlheinz Sollfrank
  • Blühende Kletterrose an einer Voliere
    Eine prächtige Kletterrose verziert die Pfauenvoliere
  • Udo Grossek mit Besuchern
    Ein bestens gelaunter Udo Grossek (li.), unser „Kropftaubenspezi“
  • Gelbgeschnippte Steller Kröpfer
    Den Abschluss bildete der Besuch beim Zfrd. Münzhuber, eine Augenweide, seine Gelbgeschnippten

Alle Berichte